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periotheus suite -  autoTRADER Verpackung

ZfK berichtet erneut über den autoTRADER

Pressespiegel

Handelst du noch, oder profitierst du schon?

EPEX SPOT Der Intraday-Markt erfordert zunehmend den Einsatz von Auto-Tradern, sagen deren Hersteller. Die ZfK stellt drei vor

MÜNCHEN – Der Intraday-Markt für Strom ist im Umbruch. »Die Zahl der Marktteilnehmer und die gehandelten Mengen haben stark zugenommen«, sagt Holger Späk, Steag-Projektingenieur Lastverteilung & Handel. Die Reaktionszeiten würden kürzer, im Gegenzug werde es immer schwieriger, gute Preise am Markt zu erzielen. Das Essener Unternehmen setzt daher auf einen Auto-Trader, der auf Basis computergestützter Algorithmen im Januar 2017 an der Epex Spot mitmischen soll.

Untersuchungen der Universität St. Gallen belegen, dass die Volatilität am Strom-Intraday rund 200 Mal so hoch wie die der Finanzmärkte sei, sagt Thomas Lieder, Marketing Manager bei Visotech. Das österreichische Unternehmen gehört zu den wenigen, die eine automatisierte Handels-Software entwickelt haben, die zudem Epex-Spot-zertifiziert ist.

Der anspruchsvoller werdende Handel erfordert zunehmend technische Hilfsmittel: Zahlreiche Marktakteure wie Statkraft, EnBW oder Axpo greifen zwar laut Lieder auf teilautomatisierte Hilfsmittel zurück, überlassen den direkten Handel aber noch nicht dem Computer. Tendenziell neige der Mensch dazu, Vorhersagen von seinesgleichen den Vorzug gegenüber Empfehlungen zu geben, die auf Algorithmen basieren. Ein Phänomen, das die Forschung »algorithm aversion« nennt. Es sei inzwischen aber zweifelsfrei belegt, dass Vorhersagen von evidenzbasierten Algorithmen denjenigen ihrer menschlichen Pendants in den meisten Fällen ebenbürtig, oft auch überlegen seien, unterstreicht Lieder.

Visotech | Inzwischen steige das Interesse an automatisierten Handelslösungen. Allerdings möchten viele nicht mit dem Auto-Trader zusammen genannt werden. Eine Ausnahme ist die Steag GmbH und das Gasversorgungsunternehmen Esforin SE. Daneben gebe es drei weitere Kunden und zwei, die bereits bestellt haben. Für das gewünschte Bauchgefühl stehen mehr als 20 Stellschrauben zur Verfügung: Je nach Komplexität der Strategien können sie weiter angepasst werden. In bestehende IT-Landschaften lasse sich der Auto-Trader als Teil der Periotheus-Suite »einfach« integrieren, da hier zahlreiche Schnittstellen vorhanden seien. Die Komplettversion kostet um die 150 000 Euro. »Es sind aber auch Light- und Cloud- Versionen verfügbar«, sagt Lieder. Eine schlüsselfertige Implementierung liegt bei durchschnittlich vier Wochen. Seit Dezember 2015 ist der Trader im kommerziellen Einsatz und zudem MiFID2-tauglich.

Likron | Ein Jahr länger am Markt und ebenfalls Epex-Spot-zertifiziert ist der Likron Automatic Execution Service (LES), der seit 2016 auch für Nordpool zugelassen ist. Hier sind es acht Parametergruppen, mit denen sich Aggressivität und Passivität der Algorithmen einstellen lassen. Der IT-Aufwand für die Software-as-a-Service-Lösung sei minimal, nach wenigen Tagen könne sie bereits im produktiven Betrieb getestet werden, sagt Likron-Geschäftsführer Dr. Henryk Pinnow. Einmalkosten gebe es nicht, dafür eine nicht näher bezifferte monatliche Gebühr. Derzeit habe man mehr als zwölf Accounts, bis Ende 2016 sollen es in Deutschland und Europa etwa 20 werden. Das Münchner Unternehmen ist zudem Konsortialpartner bei Enera – eines von fünf Schaufenstern intelligenter Energie (SINTEG). Die dort federführende EWE nutze LES seit 2015.

Soptim | Verschwiegener ist Soptim. Kundenreferenzen gebe man auf Nachfrage bekannt, ebenso die Preise. Die IT-Schmiede aus Aachen ist mit ihrem »iTrade« seit 1. Oktober auf dem Markt, das Release 1.0 hat die Epex-Spot-Zertifizierung erhalten. Im zweiten Quartal 2017 soll noch ein Algo-Trader folgen, mit dem man eigene Strategien mit einer Scriptsprache implementieren und ausführen könne. Zudem gebe es ein Set an vielseitig konfigurierbaren und parameterierbaren Handelsstrategien. Das System ist so konzipiert, dass es sich über Schnittstellen in zahlreichen Systemen integrieren lasse.

Allgemein ist einer der größten Vorteile der Automatisierung ihre Geschwindigkeit: »Wir konnten beobachten, dass unser Auto-Trader mitunter Produkte am Markt gekauft hat, bevor sie auf dem Comtrader-Schirm angezeigt wurden«, erzählt Lieder.

Artikel aus: ZfK 11/2016; © 2016 ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft. VKU Verlag GmbH München/Berlin

Über ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft

Seit 1954 ist die ZfK – Zeitung für kommunale Wirtschaft das Leitmedium für die kommunale Wirtschaft in Deutschland. Die Leserinnen und Leser der ZfK setzt sich zusammen aus Aufsichtsräten, Vorständen, Geschäftsführern, Bereichs- und Abteilungsleitern sowie Personal-Verantwortlichen in Stadtwerken und Versorgungsunternehmen. Ihnen bietet die ZfK Orientierung und Entscheidungshilfe im komplexen wirtschaftlichen, politischen und technischen Umfeld.

Webseite: www.zfk.de

Abbildung ZfK 11/2016

© 2016 by Zeitung für kommunale Wirtschaft

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